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Poppelsdorfer Allee - Route

Flanieren sie gerne? Die Poppelsdorfer Allee verbindet als prachtvolle Achse zwei Barockschlösser. Und im 19. Jahrhundert wurde sie zur bevorzugten Wohnstraße des Bildungsbürgertums.

Kaiserplatz
Der Weg beginnt am oberen Ende des Kaiserplatzes, vor dem Bonner Residenzschloss, heute Hauptgebäude der Universität. Das Schloss wurde im 17. bis 18. Jahrhundert erbaut. Von hier aus kann man die Achse bis zum Poppelsdorfer Schloss gut übersehen. An der Stelle des Kaiserplatzes lag früher der Orangeriegarten des Schlosses. Der Platz ist heute modern geprägt. Am seinem unteren Ende steht auf dem Rasen ein Mahnmahl für die 600 Bonner Opfer der NS-Zeit. Jenseits der Kaiserstraße (Zebrastreifen) steht links im Gartencafe des "Kaisergarten" eine weiße Marmorstatue Kaiser Wilhelms I. Allee Gehen sie durch die Unterführung unter der Eisenbahnlinie.

Die Allee
Auf der anderen Seite stoßen sie auf die Poppelsdorfer Allee. In der Grundanlage entspricht sie noch heute dem ursprünglichen Bild: ein Rasen in der Mitte wird beidseits von Wegen und je zwei Reihen Kastanien gesäumt. Rechts sehen sie die ersten Gründerzeithäuser, links das Bristol-Hotel und die Verwaltungsbauten mit dem einzigen geretteten Haus der alten Bebauung in der Mitte.
An der nächsten (großen) Straßenkreuzung geht rechts die Baumschulallee ab, die zur kurfürstlichen Baumschule führte. Auf der rechten Seite der Allee beginnt hier die fast geschlossene Reihe der Gründerzeitbauten. Die Mehrzahl der Häuser wurde zwischen 1870 und 1920 erbaut. Es sind Reihenhäuser von fast gleichem Grundriss, aber mit unterschiedlich geschmückten Fassaden. Das erste Obergeschoß mit dem Salon ist meist besonders verziert. Sie finden klassizistische Formen (Säulen, Dreiecksgiebel), gotische Spitzbögen, Frauenköpfe des Jugendstils und vieles mehr. An einigen Häusern scheinen Figuren die Architektur zu tragen (Atlanten). Grotesk wirken Säulen, die nur einen Balkon oder gar nichts tragen. Achten sie auch auf die Dachtürmchen.

Poppelsdorfer Schloss und Garten
Am Ende der Allee steht links das Wächterhäuschen mit den Initialen "CA" für Clemens August. Überqueren sie den Schlossweiher, den ehemaligen Burggraben, über die Brücke. Das Schloss wurde ab 1715 von Kurfürst Josef Clemens erbaut und unter seinem Nachfolger Clemens August Mitte des Jahrhunderts vollendet. Der runde Innenhof ist in ein Quadrat eingestellt. Im Schloss lohnt das Mineralogische Museum einen Besuch.
Gehen sie aus dem Schloss kommend rechts durch ein Törchen auf die Meckenheimer Allee und biegen sie dort links ein. Sie erreichen den Eingang des Botanischen Gartens. Weiter gerade aus treffen sie am Ende des Gartenzauns auf einkleines Hubertusrelief. Biegen sie links in die Straße "Am Botanischen Garten ein. Über Reuterstraße und Venusbergweg umrunden sie den Garten und gelangen wieder zum Ende der Poppelsdorfer Allee.

Zurück
Gehen sie auf der rechten Seite der Allee zurück. Auf dieser Seite sind weniger alte Bauten erhalten. Es sind eher Villen und Doppelhaus-Villen mit spiegelbildlichen Fassaden als Reihenhäuser. Werfen sie bei der Hausnummer 47 einen Blick in die Einfahrt: die Alte Sternwarte, die 1839 bis 1845 gebaut wurde, war eines der ersten Gebäude an der Allee. An der Bahnunterführung endet der Weg.

Eckdaten:

Länge: Rundgang 2,5 Kilometer, nur Kaiserplatz bis Poppelsdofer Schloss eine Richtung 1 Kilometer.

Bodenbeschaffenheit: teilweise asphaltiert, auf der Allee Park-Schotterwege. Alternativ Bürgersteig: sehr schmal!

Schwierigkeitsgrad: keine Höhenunterschiede.

Rastmöglichkeiten: zahlreiche Bänke auf der Poppelsdorfer Allee.

Anfahrt per ÖPNV: Haltestelle Hauptbahnhof. Anreise mit DB, Straßenbahn und Bussen aus allen Richtungen möglich.

Anfahrt per Pkw: Orientierung bei Anreise von außerhalb: Hauptbahnhof. Großer Parkplatz gegenüber dem Hauptbahnhof.

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