Fuhrwerke auf der Allee?
In der Kurfürstenzeit war die Allee nur für Spaziergänger zugänglich,
Lastfuhrwerke durften sie nicht benutzen. Als die Franzosen Bonn
Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts besetzt hatten, waren
sie zwar teilweise zugelassen, doch 1812, als die Franzosen wieder
fort waren, verbot die Stadt es wieder.
Auch als die Universität 1820 Besitzer der Allee wurde, blieb alles
beim Alten. Die nördliche Alleeseite war ab 1825 sogar vollständig
gesperrt - auch für private Kutschen und für Reiter.
Doch schließlich forderte die Bonner Industrie ihre Rechte ein.
Ab 1840 durfte der Oberbürgermeister vereinzelte Lizenzen zum Befahren
der südlichen Alleeseite vergeben. Der Erlaubnisschein für die Keramik-Firma
Wessel ist erhalten. Ihre Fahrzeuge durften auf der Allee fahren
- unter einer Bedingung: die Fuhrwerke mussten breite Felgen haben.
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